Offroad Frankreich: Zwei Begriffe mit langer Tradition

Offroad Touren Frankreich – Das Treffen von Tradition mit Motorsportbegeisterung
Offroad und Frankreich sind eng miteinander verbunden. Bereits in den 1970er-Jahren nahmen abenteuerlustige Franzosen mit fast serienmäßigen Autos und Motorrädern an waghalsigen Rennen in Afrika teil, wobei der Spaß am Mitmachen im Vordergrund stand. 1977 organisierte Thierry Sabine die erste Rallye Paris-Dakar, die bis heute ein Klassiker unter den Wüstenrallyes ist und das Offroad-Fahren in Frankreich populär machte. Weitere Veranstaltungen wie die Rallye Maroc und die Tunesien-Rallye folgten. Auch im eigenen Land erfreute sich das Offroad-Fahren großer Beliebtheit, insbesondere durch Enduro- und Moto-Cross-Events sowie das Gilles-Lalay-Gedächtnis-Rennen, den ersten Hard-Enduro-Wettbewerb weltweit, der 1992 stattfand. Sabine führte 1975 das Strandrennen von Le Touquet ein, das mittlerweile jährlich rund 2.500 Enduristen und 500.000 Zuschauer anzieht.
Egal, ob Anfänger oder erfahrener Fahrer, unser Offroad Atlas bietet eine abwechslungsreiche Auswahl an Offroad-Strecken für jeden Geschmack!
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Was sollte ich beim Offroad Fahren in Frankreich beachten?
Offroad-Fahren und Frankreich sind eng miteinander verbunden, und es gibt trotz einiger Herausforderungen viele öffentlich zugängliche Offroad-Strecken im Land. Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich jedoch verändert: Während früher alles, was nicht gesperrt war, befahren werden durfte, müssen heutzutage die Durchfahrten ausdrücklich erlaubt sein. Das Befahren von Feld- und Waldwegen sind also grundsätzlich für den öffentlichen Verkehr in der Regel sperrt, es sei denn sie sind zu öffentlichen Straßen gewidmet. Dies erfordert ein gewisses Maß an Recherche bei der jeweils zuständigen Straßenbaubehörde.
Dennoch macht das Offroad-Fahren viel Spaß, was zum Teil der Leidenschaft der Franzosen für den Motorsport und ihrer allgemeinen Toleranz zuzuschreiben ist. Es ist wichtig, bewirtschaftete Flächen und Wandergebiete zu meiden, insbesondere während der Jagdsaison von September bis Februar, da dies zu Konflikten mit Jägern führen kann. Wer die Regeln beachtet, wird in Regionen wie den Pyrenäen auf seine Kosten kommen. Dort gibt es Brandschutzwege, die in bestimmten Fällen befahrbar sind, wie beispielsweise im Tal des Flusses Têt, wo eine gut befahrbare Piste in die Berge bei Castelnou führt und ein Highlight für Offroad-Touren darstellt.

Was hat Frankreich Offroad zu bieten?
Die Auffahrt zum Col de Pause im Département Ariège gilt als eine besondere Herausforderung unter den Offroad-Touren in Frankreich. Um diese Strecke zu bewältigen, sind Nerven, Schottererfahrung und ein geeigneter Fahrzeugtyp notwendig. Die Route beginnt mit beschädigtem Asphalt und wechselt dann zu einer schmalen Schotterpiste, die steil den Felsen hinaufführt bis zum Port d’Aula, einem der höchsten Punkte in den französischen Pyrenäen an der Grenze zu Spanien.
In den Alpen hingegen gibt es die größte Auswahl an Offroad-Strecken, wie beispielsweise die Zufahrt nach Le Planay, einem kleinen Skiort in der Region Beaufortain, der über eine 17 Kilometer lange, kurvenreiche Bergstraße erreichbar ist. Diese beginnt asphaltiert und bietet im oberen Bereich breite, feine Schotterstrecken mit herrlichen Ausblicken.
Ein weiterer beliebter Offroad-Klassiker ist die Auffahrt zum Refuge du Mont Jovet im Vanoise-Tal. Seit seiner Einweihung im Jahr 1890 empfängt das Refuge Wanderer, Mountainbiker und Offroad-Fahrer auf 2.588 Metern Höhe und bietet eine breite, leicht befahrbare Schotterpiste mit gelegentlichen Kehren für Abwechslung und einem fantastischen Bergpanorama.

Was sollte ich bei Offroad Touren durch Frankreich nicht verpassen?
Offroad Enthusiasten in Frankreich müssen unbedingt die ehemaligen Militärstraßen erkunden, die vor dem Ersten Weltkrieg erbaut wurden, um Truppen und Material zu transportieren. Diese Straßen sind in der Regel für den öffentlichen Verkehr freigegeben und bieten Möglichkeiten für Wanderungen und Fortbesichtigungen. Allerdings sind sie aufgrund der steigenden Nutzung und Rücksichtslosigkeit mancher Besucher zunehmend von Schließungen bedroht. Daher ist es wichtig, bei Offroad-Touren Lärm zu vermeiden, rücksichtsvoll zu fahren, keinen Müll zu hinterlassen und Rücksicht auf Wanderer und Mountainbiker zu nehmen.
Ein echtes Highlight ist der Col du Parpaillon, eine etwa 25 Kilometer lange Passstraße, die zwischen 1891 und 1911 von französischen Pionieren erbaut wurde. Der höchste Punkt ist der 520 Meter lange Scheiteltunnel auf 2.637 Metern Höhe, wo auch im Sommer mit Schnee, Wasser, Eis und Matsch gerechnet werden muss.

Wo finde ich Offroad Touren durch Frankreich zum Download?
Jedes Jahr bringt BikerBetten einen aktualisierten Offroad-Atlas heraus, der über 450 Offroad-Touren und mehr als 40 der besten Strecken in den Westalpen umfasst. Zu jeder Tour gibt es eine GPX-Datei, die einfach per QR-Code heruntergeladen werden kann, sowie wichtige Informationen zu Schwierigkeitsgrad, Streckenzustand, Einschränkungen, Mautpflicht und Öffnungszeiten. Darüber hinaus sind die Strecken beschrieben und mit Bildern ergänzt, wobei sowohl Highlights als auch Gefahrenstellen hervorgehoben werden. Neben GPX-Dateien sind auch Printkarten verfügbar, die einen schnellen Überblick bieten.
Mit dem kostenlosen Online-GPX-Tool „GPSwerk“ können Nutzer ihre Offroad-Routen zu einem individuellen Roadtrip kombinieren und diese auf ihr Navigationsgerät exportieren. Der neue Offroad-Atlas ist auf Motorrad- und Offroad-Messen, in gut sortierten Online-Shops und im Buchhandel erhältlich.