Offroad-Spaß mit der ganzen Familie erleben

Erstveröffentlichung am 28.10.2024, letzte Aktualisierung am 28.10.2024
Ein weißer Geländewagen mit gelben Nummernschild fährt durch eine schlammige Wasserpfütze, spritzt dabei Wasser und Matsch auf. Im Hintergrund fahren weitere Geländewagen.

„Freies Fahren“ in Wald und Flur verbietet hierzulande nicht nur das grüne Gewissen. Auch die gesetzlichen Regelungen machen es Offroad-Fans schwer, legale Strecken zu finden. Möchtest du mit einem motorisierten Fahrzeug ins Gelände, geht das in Deutschland am besten in einem der zahlreichen Offroad Parks. Hier kannst du deine Grenzen austesten, ohne dass du eine Anzeige oder einen wütenden Bauern fürchten musst. In diesen Parks wird sogar den Auflagen für den Umweltschutz Rechnung getragen. Hier gibt es Infos dazu.

Was ist ein Offroad Park?

Längst haben wir uns auf den Straßen an den Anblick großer SUVs gewöhnt. Doch die beliebten "Familien-Kutschen" können mehr als uns komfortabel von A nach B zu bringen. Möchtest du ausprobieren, wie geländetauglich das Fahrzeug ist, bietet dir ein Offroad Park die gesamte Bandbreite des 4x4-Fahrvergnügens. So kannst du deine Fahrkünste etwa auf einem ehemaligen NVA-Gelände bei Berlin auf weichem Sandboden unter Beweis stellen. In den Offroad Parks gibt es unterschiedlich schwere Routen, von denen die leichteren durchaus auch für eher straßentaugliche Fahrzeuge geeignet sind.

Ein Offroad Park ist die Gelegenheit, möchtest du mit deinem Geländewagen Erfahrungen rund um das Fahren abseits der Straße sammeln. Das Gelände bietet aber mehr als das Vergnügen, 4x4 zu fahren. Die unterschiedlichen Strecken führen, abhängig von der Größe des Offroad Parks durch Hügel, Wiesen und Wälder. Dabei warten außerdem verschiedene Hindernisse und Herausforderungen auf dich, die du in der freien Natur vielleicht erst mühevoll suchen müsstest. Kurz gesagt: Ein Offroad Park ist ein botanischer Garten der etwas anderen Art. Er wird jedoch ebenso sorgfältig gehegt und gepflegt.

Welche Herausforderungen erwarten dich in einem Offroad Park?

Kein Offroad Park gleicht dem anderen. Beliebt sind ehemalige Kiesgruben. Hier ist es für den Besitzer vergleichsweise einfach, tolle und unterschiedlich anspruchsvolle Hügellandschaften mit Steigungen zu schaffen. Andere Offroad Parks fügen sich in die natürliche Landschaft ein. Dort gibt es dann viel Wald, Bäche und natürlich die obligatorischen Steigungen. Wem das noch nicht als Adrenalinkick genügt, kann sich an Offroad Parks mit tiefen Wasserlöchern oder herausfordernden Schrägfahrten wagen. Allerdings solltest du unter diesen schwierigen Bedingungen dein Fahrzeug schon aus dem Effeff kennen.

Ein roter Geländewagen mit weißem Dach fährt durch eine schlammige Pfütze im Wald und spritzt Wasser auf. Ein weiteres weißes Fahrzeug folgt dahinter.
In Offroad Parks können dich tiefe Wasserlöcher erwarten

Offroad Parks mit mehreren Schwierigkeitsstufen

Insbesondere bei größeren Arealen warten mehrere Strecken auf dich, die in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen präpariert wurden. In diesen Offroad Parks kommen Einsteiger ebenso wie alte Offroad-Hasen auf ihre Kosten. Viele Parks bieten zudem für den Nachwuchs Möglichkeiten, mit dem Bike oder einem anderen kleinen Fahrzeug ins Offroadleben hineinzuschnuppern.

Wenn man sich im Offroad Park festgefahren hat

Natürlich kann es auch in einem Offroad Park vorkommen, dass du vielleicht die Bodenfreiheit deines Fahrzeugs überschätzt oder dich eingegraben hast. Geht es im Schlammloch nicht mehr weiter oder sitzt du in einem Sandbunker fest, musst du üblicherweise nicht lange auf Hilfe warten. Für diese Fälle halten die Betreiber der Offroad Parks meist kräftige Fahrzeuge bereit, um dich bei der Bergung zu unterstützen.

Ein weißer Geländewagen überwindet ein steiles, schlammiges Gelände. Im Hintergrund stehen zwei weitere Fahrzeuge, eines mit geöffneter Motorhaube.
Fährst du dich fest, halten Offroad Parks Fahrzeuge zur Hilfe bereit

Mit dem eigenen Fahrzeug in den Offroad Park?

Die meisten Piloten fahren mit ihren eigenen Fahrzeugen in einem Offroad Park über die verschiedenen Strecken. Das trägt dazu bei, dass du deinen fahrbaren Untersatz in- und auswendig kennenlernst. In der Regel ist das dann ein Geländewagen oder ein Offroad-Camper. Traust du dich mit einem SUV ins Gelände, solltest du genau überprüfen, welche Steigungsfähigkeit und welchen Böschungswinkel das Auto meistern kann. Außerdem ist die Bodenfreiheit ein wichtiger Parameter, den du im Blick haben solltest.

Viele der Parks lassen neben SUVs und Geländewagen auch Quads und geländetaugliche Motorräder wie Trailmaschinen oder Enduros zu. Nun ist nicht jeder, der dort fahren möchte, schon stolzer Besitzer eines Geländefahrzeugs. Daher bieten einige Parkbetreiber Fahrzeuge zum Ausleihen an. In einigen Parks besteht sogar die Möglichkeit, mit einem Panzer oder Lkw das Gelände zu befahren.

Achtung! Fahrzeugschäden gehören dazu

Mit Karacho über Schotterpisten zu brettern, macht absolut Laune. Allerdings sind dann Steinschläge vorprogrammiert. Auch Kratzer am Fahrzeug sind unvermeidlich. Es ist sogar möglich, dass ein Fahrzeug im unwegsamen Terrain umkippt oder aufsitzt. Das Fahren in einem Offroad Gelände lässt sich also nicht mit einer herkömmlichen Straße auf öffentlichem Grund vergleichen. Es ist daher wichtig, vorher mit der Versicherung abzuklären, welche Schäden sie begleicht und was sie nicht zahlt. Ganz gleich, ob du regelmäßig offroad unterwegs bist oder das erste Mal im Gelände unterwegs bist: Es gilt, vorsichtig zu sein.

Was macht oder lernt man in einem Offroad Park?

Ein Offroad Training ist besonders für Anfänger eine feine Sache. Unter professioneller Anleitung befährst du alleine oder im Team das Gelände. Schon nach kurzer Zeit kannst du dich sicher Herausforderungen wie steile Abfahrten oder Schrägfahrten stellen. So erfährst du unter anderem auch, wie du selbst aus einem tiefen Schlammloch wieder aus eigener Kraft herauskommst. Das ganze Abenteuer ist dank der qualifizierten Anleitung eine viel entspanntere Angelegenheit.

Ein schlammiger Geländewagen fährt über eine unbefestigte, staubige Strecke im Wald, umgeben von Absperrband und Bäumen.
In Offroad Parks kannst du auch Fahrzeuge ausleihen

Welche Kurse gibt es in einem Offroad Park?

Die Parks sind nicht nur ein Ort, an dem du deine Fahrkünste in Eigenregie verbessern kannst und Kurzweil im Gelände findest. Meist bieten die Parks zusätzlich ganzjährig verschiedene Events und Kurse für Offroad-Fans. Spezielle Fahrtrainings in kleinen Gruppen bieten besonders für Einsteiger optimale Voraussetzungen, um das Fahrzeug auch unter schwierigen Bedingungen sicher zu beherrschen. Erfahrene Guides begleiten die Teilnehmer durch das Gelände und unterstützen die Piloten beim Fahren, Orientieren und natürlich auch beim Bergen eines Fahrzeugs.

Intensive Offroad Trainings sind eine perfekte Möglichkeit, erlernte Techniken und Methoden durch die eigene Erfahrung und Anwendung zu vertiefen und zu verfeinern. Dazu gehören unter anderem auch der Einsatz einer elektrischen Seilwinde, die richtige Verwendung von Offroad-Spezial-Werkzeugen wie dem Hi-Lift oder die korrekte Einweisung im Gelände, ist die Fahrsituation besonders knifflig.

Enduro Training in einem Offroad Park in der Nähe

Offroad Fahrtrainings gibt es natürlich nicht nur für 4x4 Fahrzeuge. Mit der großen Reiseenduro durch ferne Länder touren oder gar an einem Event wie der GS-Trophy teilnehmen: Die Voraussetzungen für ein Enduro Training in deinem Offroad Park in der Nähe können vielfältig sein. Ebenso abwechslungsreich ist das Kursangebot der Veranstalter. Die Auswahl reicht von den ersten Grundlagen für Fahrer, die bisher nur wenig oder keine Fahrpraxis im Gelände gesammelt haben, bis zu Intensivtrainings für Profis.

Fazit: Offroad Parks haben viel zu bieten

Keine Frage, das Fahren in einem Offroad Park macht Spaß. Hier lernst du nicht nur dein Fahrzeug besser kennen und kannst deine Fertigkeiten verbessern oder bekommst neue Techniken vermittelt. Bei einem Fahrtraining wirst du langsam an die verschiedenen Schwierigkeitsstufen im Gelände herangeführt und erlernst, wie sich Hindernisse sicher und möglichst materialschonend überwinden lassen.

Auch wenn es auf den Strecken durchaus mal sportlich zugehen kann und so manch einer schwungvoll über Schotterpisten oder sandige Strecken brettert: Ein Offroad Park ist kein Sportplatz. Sein Herz ist die Gemeinschaft der Offroad Fans. Spezielle Veranstaltungen wie Meisterschaften oder einfach nur gemütliche Grillabende mit Gleichgesinnten stärken dieses schöne Gefühl der Zusammengehörigkeit.

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