Ligurische Grenzkammstraße















Die Ligurische Grenzkammstraße (LGKS) ist nicht irgendeine beliebige Straße durch die Alpen. Sie führt als ehemalige Militärstraße entlang der französisch-italienischen Grenze. Ihre auf losem Untergrund befahrbare Länge beträgt 64 Kilometer, ein Großteil davon in Höhen über 2.000 Meter. Es gibt sogar eine Serpentinenstrecke, die als Schottervariante des Stilfser Jochs gilt. Militärisch genutzt wurde die Ligurische Grenzkammstraße vornehmlich zwischen den beiden Weltkriegen. Bis heute säumen zahlreiche Forts die Kammstraße. Dass die Strecke heute gleich mehrmals die Grenze passiert, sollte einen nicht wundern, schließlich war die Region seinerzeit stark umkämpft, und der Grenzverlauf änderte sich mehrmals.
Wer die Ligurische Grenzkammstraße befahren möchte, braucht ein geeignetes Motorrad, Schotterfahrung und viel Mut, vor allem, um nicht in den Abgrund zu schauen, da die Wege größtenteils unbefestigt sind. Der Weg ist anstrengend, kräftezehrend, im besten Sinne des Wortes grenzerfahrend und aufwühlend – aber auch beeindruckend und grandios!
Redaktions-Hinweis: Man ist hier in hochalpinen Landschaften unterwegs. Respekt vor anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch der Umweltschutz sollten selbstverständlich sein. Also: Nur auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und seinen Müll wieder mitnehmen. Wir wollen schließlich alle nicht, dass dieses Schotterparadies irgendwann für den motorisierten Verkehr aufgrund von Fehlverhalten einiger Unverbesserlicher gesperrt wird.